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Förderungen

Förderung nichtinvestiver sozialer Maßnahmen in der Straffälligenhilfe
 

Im Rahmen der Projektförderung können Maßnahmen für Straffällige, die deren beruflicher, wohnlicher und sozialer Eingliederung dienen, insbesondere aber:

  • Vermittlung in gemeinnützige Arbeit,
  • Täter-Opfer-Ausgleich,
  • ambulante und stationäre Angebote der Suchtberatungsstellen,
  • Schuldnerberatung für Straffällige,
  • ehrenamtliche Straffälligenhilfe,
  • Wohnraumbeschaffung,
  • betreutes Wohnen,
  • berufliche Eingliederungshilfen für Straffällige,
  • Freizeit- und Betreuungsangebote im Vollzug,
  • Besuchs- und Beratungsdienste im Vollzug,
  • Entlassungsvorbereitung und Entlassungshilfen für Straffällige,
  • Koordination von Aufgaben der freien Straffälligenhilfe,
  • Weiterbildung der Mitarbeiter,

gefördert werden. Die Projektförderung erfolgt auf Grundlage der Richtlinie über die Förderung nichtinvestiver sozialer Maßnahmen in der Straffälligenhilfe.


Förderung der Gewaltkonfliktberatung für Täter häuslicher Gewalt

Gefördert werden können Unterstützungs- und Beratungsangebote für in Paarbeziehungen gewalttätige Partner bzw. Männer und Frauen die sich Unterstützung bei der Gewaltvermeidung wünschen. Die Projektförderung erfolgt auf Grundlage der Richtlinie über die Förderung der Gewaltkonfliktberatung für Täter häuslicher Gewalt.

 

  • Die Antragsstellung erfolgt mit dem Formblatt „Antrag“. Das Antragsformular ist komplett auszufüllen.

    Dem Antrag ist ein möglichst genauer und detaillierter Finanzierungsplan als Anlage beizufügen. Bei der Erstellung des Finanzierungsplans sollten die Allgemeinen Nebenbestimmungen (ANBest P) beachten werden, um mögliche Rückforderungen zu vermeiden.

    Ausgaben: Hier sollen nicht alle einzelnen Ausgaben aufgelistet, sondern die Ausgaben des detaillierten Finanzierungsplan zu sinnvollen Gruppen, den sogenannten „Einzelansätzen“ zusammengefasst werden. Zum Beispiel können alle Honorarausgaben zu „Honorare“ zusammengefasst werden. Es sind nur die Ausgaben zuwendungsfähig, die unmittelbar durch das Projekt verursacht werden. Die mit *gekennzeichneten Positionen sind auf einem gesonderten Blatt zu erläutern und einzeln aufzuführen.

    Einnahmen: Hier sind sie privaten und öffentlichen Mittel zu erfassen. Unter private Mittel zählen Vereinsbeiträge oder ähnlich Einnahmen, Verkaufserlöse aus Projekttätigkeiten, Spenden von Sponsoren und Privatpersonen und bare Eigenleistungen, die tatsächlich vorhanden sind und für das Vorhaben verwendet werden sollen. Diese Eigenmittel müssen dann auch tatsächlich fließen und dürfen nur in bestimmten und seltenen Fällen reduziert werden. Als Eigenmittel kommen nur Geldleistungen in Betracht, die der Antragssteller aus seinem Vermögen bereitstellt. Dazu gehören nicht der Wert von Sachleistungen.
    Unter Öffentliche Mittel zählen die beantragte Landeszuwendung, kommunale Mittel, Bundesmittel und sonstige Zuschüsse.

    Die Summe der Ausgaben und Einnahmen müssen identisch sein.

    Dem Antrag ist neben dem Finanzierungsplan eine detaillierte Projektbeschreibung beizufügen. In der Projektbeschreibung muss auf die Zielstellung des Projektes, die zu erreichende Klientel sowie die geplante Umsetzung und Erreichung dieser Zielstellung eingegangen werden.

    Dem Antrag sind alle genannten Anlagen beizufügen, auch wenn sich seit der letzten Antragsstellung keine Änderungen ergeben haben.

    Aufgrund haushaltsrechtlicher Bestimmungen können nur Vorhaben gefördert werden, die noch nicht begonnen wurden. Daher muss eine entsprechende Erklärung angekreuzt werden. Die Bewilligungen für Zuwendungen werden aus haushaltsrechtlichen Gründen in der Regel in den Monaten März bis Juni verschickt. Sollten Sie bereits im ersten Halbjahr Ausgaben für ein Projekt haben, müssen Sie einen vorzeitigen Maßnahmebeginn beantragen. Dieses Feld sollten Sie immer ankreuzen, wenn Sie einen Projektzeitraum ab dem 01.01. angeben.
     

     

  • Wesentlicher Bestandteil des Zuwendungsverfahrens ist der Verwendungsnachweis. Er dient dazu, die ordnungsgemäße Durchführung des geförderten Projektes sowie die zweckentsprechende, zeitgerechte und wirtschaftliche Verwendung der Zuwendungsmittel zu belegen. Zudem ist zum Ende des Förderzeitraums die Erfüllung bzw. der Erfolg des geförderten Projektes im Rahmen einer Zielerreichungskontrolle zu überprüfen.

    In jedem Zuwendungsbescheid wird der Termin zur Vorlage des Verwendungsnachweises festgelegt. Der Zuwendungsgeber stellt dem Zuwendungsempfänger Vordrucke zur Erstellung des Verwendungsnachweises zur Verfügung.

    Der Verwendungsnachweis besteht aus dem Sachbericht und dem zahlenmäßigen Nachweis.

    Im Sachbericht sind der Verlauf und das erzielte Ergebnis des geförderten Projektes sowie die Verwendung der Zuwendungsmittel im Einzelnen darzustellen. Auf den tatsächlichen Verlauf der Maßnahme ist einzugehen, Abweichungen und Änderungen gegenüber den Angaben im Antrag, insbesondere zum Kosten- und Finanzierungsplan, sind darzulegen.

    Zur Durchführung einer Zielerreichungskontrolle müssen die erreichten Ziele in Form von statistischen Erhebungen, d.h. Soll- und Ist-Stand, aus dem Sachbericht hervorgehen. Hierzu sind Zielindikatoren im Zuwendungsbescheid benannt.

    Durch den zahlenmäßigen Nachweis ist darzulegen, ob der Finanzierungsplan eingehalten wurde. Er muss alle projektbezogenen Einnahmen und Ausgaben enthalten. Die Einnahmen und Ausgaben sind in zeitlicher Folge und voneinander getrennt entsprechend der Gliederung des Finanzierungsplans auszuweisen. Aus dem Nachweis müssen Tag, Empfänger/Einzahler sowie Grund und Einzelbetrag jeder Zahlung ersichtlich sein.

    Mit dem Verwendungsnachweis sind die Originalbelege (Einnahme- und Ausgabebelege) über die Einzelzahlungen und die Verträge über die Vergabe von Aufträgen vorzulegen.

    Die Belege müssen die im Geschäftsverkehr üblichen Angaben und Anlagen enthalten, die Ausgabebelege insbesondere den Zahlungsempfänger, Grund und Tag der Zahlung, den Zahlungsbeweis und bei Gegenständen den Verwendungszweck. Außerdem müssen die Belege ein eindeutiges Zuordnungsmerkmal zum Projekt (z. B. Projektnummer) enthalten.

    Wird im Zuwendungsbescheid die Vorlage eines einfachen Verwendungsnachweises gefordert, ist die Vorlage der Belege entbehrlich.

    Im Bewilligungsbescheid wird immer ein Bewilligungszeitraum festgelegt. In der Regel ist dieser Zeitraum auf ein Jahr beschränkt. Alle Projektausgaben müssen in diesem Zeitraum verursacht werden. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum alle Verträge zu schließen und Aufträge auszulösen sind. Wünschenswert wäre, wenn alle Ausgaben in diesem Zeitraum auch in Rechnung gestellt und bezahlt werden würden. In der Praxis kommen einige Rechnungen aber später. Wenn diese Ausgaben einen direkten Bezug zum Projekt haben und im Bewilligungszeitraum verursacht wurden, können sie bei der Projektabrechnung berücksichtigt werden.

    Unabhängig von der im Bewilligungsbescheid geforderten Art des Verwendungsnachweises müssen alle das Projekt betreffenden Originalbelege und sonstigen Unterlagen gemäß Nr. 6.8 Allgemeinen Nebenbestimmungen (ANBest P) fünf Jahre nach Vorlage des Verwendungsnachweises aufbewahrt werden, sofern nicht nach steuerrechtlichen oder anderen Vorschriften eine längere Aufbewahrungsfrist bestimmt ist.

     

  • Die Zuwendung darf nur insoweit und nicht eher angefordert werden, als sie innerhalb von 2 Monaten nach der Auszahlung für fälligen Zahlungen benötigt wird. (§ 44 Thür LHO 1.4)
    Die Mittel für die laufenden Ausgaben können somit jeweils im Abstand von zwei Monaten abgerufen werden.(Vordruck Mittelanforderung).

     

Tafel mit der Aufschrift "Förderungen"
Bildrechte beim TMMJV

Wichtiger Hinweis:

Projekte sind zeitlich befristete Vorhaben von regionaler, überregionaler oder beispielgebender Bedeutung. Förderfähig ist der zur Durchführung der Tätigkeiten erforderliche Personal- und Sachaufwand. Die Antragsfrist für die Projektförderung endet am 31.10. des Vorjahres.