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Justizwachtmeisterdienst

Bild: Justizwachtmeister bei Eingangskontrolle
Bildrechte beim Thüringer Oberlandesgericht


Laufbahn des mittleren Justizdienstes

Laufbahnzweig

Justizwachtmeister*in
 

Eine praxisnahe Ausbildung mit sicherer Zukunftsperspektive.

Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister sind in der Regel als Beamte des mittleren Justizdienstes, Laufbahnzweig Justizwachtmeisterdienst bei allen Gerichten und Staatsanwaltschaften des Freistaats Thüringen tätig.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten sind zu erledigen?

Sie sind u.a. verantwortlich für:

  • die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung im Justizgebäude; z.B. Durchführung der Einlasskontrollen
  • die Bewachung und Vorführung von Gefangenen zu Terminen und Sitzungen
  • Vollzug von sitzungspolizeilichen Maßnahmen nach Weisung des Richters in den Verhandlungen; z.B. Festnahmen von Personen, Räumung des Sitzungssaals
  • den Informations- und Auskunftsdienst im Justizgebäude
  • die Abwicklung des Postein- und Postausgangs
  • das Befördern der Akten innerhalb der Behörde
  • die Vornahme von Zustellungen von Schriftstücken an Verfahrensbeteiligte
  • die Besorgung öffentlicher Aushänge
  • das Führen von Dienstfahrzeugen

Die Justizwachtmeister/innen sind zum Tragen einer Dienstuniform verpflichtet.
Weiterhin sind sie zum Tragen eines Schlagstockes, eines Reizstoffsprühgerätes (RSG) und Handschellen berechtigt, um die erforderlichen Maßnahmen zur Durchsetzung der Aufrechterhaltung und Ordnung wirksam vorzunehmen. Zum Eigenschutz werden Schutzwesten getragen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Ausbildungsdauer: 2 Jahre
Beschäftigungsverhältnis: Beamtenverhältnis auf Widerruf

Die Ausbildung gliedert sich in fachtheoretische und berufspraktische Ausbildungsabschnitte, die jeweils im Wechsel stattfinden und aufeinander aufbauen.

Im Einzelnen gliedert sich die Ausbildung wie folgt:

2 Monate - Einführungspraktikum am Justizzentrum ( Gera, Erfurt, Meiningen, Mühlhausen)
3 Monate - fachtheoretischer Lehrgang I im Bildungszentrum Gotha
6 Monate - praktische Ausbildung I (Amtsgericht, Landgericht, Staatsanwaltschaft)
3 Monate - fachtheoretischer Lehrgang II im Bildungszentrum Gotha
6 Monate - praktische Ausbildung II ((Amtsgericht, Landgericht, Staatsanwaltschaft)
2 Monate - fachtheoretischer Lehrgang III im Bildungszentrum Gotha
2 Monate - schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung und praktische Ausbildungszeit

Die fachtheoretische Ausbildung findet im Bildungszentrum Gotha statt. Dort steht für alle Anwärter eine internatsmäßige Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung.
Nähere Informationen zum Bildungszentrum erhalten Sie auf der Homepage des Bildungszentrums der Thüringer Landesverwaltung (BZ Gotha).

Wer kann Justizwachtmeister/in werden?

Zur Ausbildung im mittleren Justizdienst kann zugelassen werden, wer

  • den Realschulabschluss (mittlere Reife) oder
  • den Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis oder einen gleichwertigen Bildungsstand nachweist
  • die Anforderungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf nach § 8 Thüringer Laufbahngesetz in Verbindung mit § 7 Beamtenstatusgesetz erfüllt und
  • ein Mindestalter von 18 Jahren hat.
  • im Besitz eines Führerscheins Klasse B ist.
  • über eine uneingeschränkte gesundheitliche Eignung und ein hohes Maß an körperlicher Fitness verfügt.

Ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, Entschlussfreudigkeit, Zuverlässigkeit und Teamgeist sind für die Ausübung der vielfältigen Aufgaben ebenso notwendig wie die Fähigkeit zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeiten.

Beamte des mittleren Justizdienstes sind häufig die ersten Ansprechpartner für die rechtsuchenden Bürger. Neben umfangreichen Fachkenntnissen werden eine gute Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit sowie Einfühlungsvermögen vorausgesetzt.

Die Höhe der Besoldung bestimmt das Thüringer Besoldungsgesetz.
Während der Ausbildung erhalten Sie Anwärterbezüge.
Die Höhe des Anwärtergrundbetrages (A6 bis A8) können Sie der Tabelle zur Besoldungsordnung A am Seitenende entnehmen. Daneben wird Verheirateten und Bediensteten mit Kindern ein Familienzuschlag gewährt.

Für Aufwendungen in Krankheitsfällen leistet der Freistaat Beihilfen.

Wie kann man sich bewerben?

Einstellungstermin ist der 1. Oktober eines jeden Jahres.
Die Bewerbungsfrist endet jeweils am 31. Dezember des Vorjahres.

Sollte Ihr Interesse geweckt worden sein, registrieren Sie sich zunächst kostenfrei bei www.interamt.de.
Bitte reichen Sie keine schriftlichen Bewerbungen oder Bewerbungen per E-Mail ein, sondern nutzen Sie ausschließlich den Online-Bewerbungsbogen des Online-Stellenportals Interamt.

Das Stellenangebot finden Sie unter der Stellen-ID: 664850.
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass sich aus Sicherheitsgründen die Dateieingabe-Seite von Interamt nach 30 Minuten schließt, wenn innerhalb dieser Frist keine Zwischenspeicherung durch Sie erfolgt!

Ihre Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte an:

Frau Präsidentin
des Thüringer Oberlandesgerichts

Für zusätzliche Fragen steht Ihnen die Ausbildungsabteilung des Thüringer Oberlandesgerichts per E-Mail unter tholg.ausbildung@justiz.thueringen.de oder telefonisch unter +49 361 57 35 26-346 oder +49 361 57 35 26-278 zur Verfügung.

 

Alles auf einen Blick

Benötigter Schulabschluss: Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung

Ausbildungsbeginn: zum 01. Oktober eines Jahres

Dauer der Ausbildung: 2 Jahre

Vergütung: Anwärtergrundbetrag A6

Urlaubsanspruch: 30 Tage

Dienstbezeichnung nach der Ausbildung: Justizoberassistent/in

Kontakt:

E-Mail-Adresse: tholg.ausbildung@justiz.thueringen.de

Telefon: +49 361 57 35 26-346 oder
+49 361 57 35 26-278

Wachtmeister präsentieren sich auf Empore des Justizzentrums Erfurt
Bildrechte beim Thüringer Oberlandesgericht

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